Zukunft des WTA-Turniers in Hamburg gesichert

Eva Lys spielt einen Rückhandball
Eva Lys spielt einen Rückhandball Foto: Vincent Thian/AP/dpa

Hamburg (dpa/lno) – Am Hamburger Rothenbaum wird es auch in den kommenden beiden Jahren hochklassiges Damentennis zu sehen geben. Die Organisatoren des traditionsreichen Turniers vom 13. bis 20. Juli können sich nicht nur über eine Aufwertung von einem WTA 125 in die nächsthöhere Kategorie 250 freuen, sondern auch über einen neuen Titelsponsor. Die weltgrößte Reederei MSC hat sich vorerst bis 2026 die Namensrechte an den «Hamburg Ladies Open» gesichert. Dementsprechend betonte Turnierdirektorin Sandra Reichel: «Ich bin so unglaublich dankbar, dass es uns gelungen ist, das Turnier hier zu halten.»

Die Österreicherin hatte mit ihrer Agentur MatchMaker Sports GmbH die Lizenz 2021 erworben, nachdem Hamburg im Profi-Damentennis 19 Jahre lang außen vor war. «Mein Ziel war es, mit dem Erwerb der WTA-Lizenz einen neuen Leuchtturm für den gesamten Frauensport in Hamburg zu errichten», erklärte Reichel ihr Engagement und ergänzte mit Blick auf den neuen Sponsor: «Unser Leuchtfeuer strahlt jetzt noch ein bisschen heller, sodass wir national und international noch besser sichtbarer werden.»

Zudem verwies sie darauf, dass es ihr nicht nur um Tennis gehe. «Mit unserem Vier-Säulen-Modell mit den Themen Frauen, Nachwuchs, Inklusion und Nachhaltigkeit wollen wir einen Mehrwert bieten.» Daher soll es zu auch zu jeder dieser Säulen Events geben.

Als Turnier der Kategorie 250, dotiert mit einem Preisgeld von 275 000 US-Dollar, profitiert Reichel auch von der sportlichen Aufwertung. So darf eine Spielerin aus den Top Ten eingeladen werden. Freuen dürfen sich die Fans aber vor allem auf Eva Lys, Deutschlands aktuelle Nummer eins. Gerade von der 23-Jährigen erhofft sich Turnierbotschafterin Andrea Petkovic, «dass sie vor heimischen Publikum performen wird».

Ob das Turnier 2026 dann den 500er-Status erhält, ist noch offen. «Die WTA schaut erst einmal, wie sich die Tour entwickelt», sagte Reichel. Sollte die WTA jedoch ein Upgrade machen, «dann stehen wir ganz oben auf der Liste».